Samstag, 28. Oktober 2006
The Unholy Alliance - Part II
Wenn sich Slayer mal über den großen Teich trauen, dann nur für wenige Termine und im Rahmen der Unholy Alliance Tour, bei dem noch 3-4 weitere Bands mit auf Reisen genommen werden.
Da meine Wenigkeit die alten Thrash-Titanen noch nicht live begutachten konnte wurde die 45€ für ein Ticket investiert und dann gings vergangenen Mittwoch ab nach Düsseldorf, Destination Phillipshalle.

Von der Irrfahrt durch Düsseldorf will ich jetzt nicht groß anfangen, es sollte lieber direkt ans Eingemachte gehen.

Die erste Band des Abends hieß Thine Eyes Bleed. Da waren wir aber leider noch nicht in der Halle, also kann ich deren Geschehen nicht weiter kommentieren.

Dann gings weiter mit Lamb Of God. Die Jungs haben mit ihrer neuen Platte Sacrament einen Kracher erster Kajüte veröffentlicht, deswegen war ich gespannt wie die Jungs live rüberkommen. Beim zweiten oder dritten Song waren wir endlich im Zuschauerraum, wo die Amis auch schon gut Alarm machten. Der Sound war leider viel zu laut, so kamen die Klangbilder der Platte oftmals nur halb im Rund an. Man konzentrierte sich auf Songs vom aktuellem und dem vorhergehenden Album, leider war nach knapp 30mins Schluss. Es gab jedoch mehr als den bekannten Höflichkeitsapplaus, diesen Gig können LoG definitiv als Erfolg verbuchen.

Dann gings weiter mit Children Of Bodom. Hier war der Sound im Vergleich zu den Vorgängern nicht nur wesentlich leiser, sonder auch richtig matschig und mies.
Die Kinder sind für mich seid jeher ein zweischneidiges Schwert, musikalisch absolut top, jedoch ist Alexi Laihos Gesang nicht wirklich als solcher zu bezeichnen. Aufgrund der miserablen Rahmenbedingung war dieser jedoch weit in den Hintergrund gemischt, das Keyboard dafür zu weit nach vorne gemischt, so ging es nach ein paar Songs raus an den Bierstand. Sorry, das war nix, auch wenn es vielleicht nicht selbstverschuldet war.

Dann kamen die göttlichen In Flames! Wer die Schweden schon mal live gesehen hat, der weiß, die können nicht anders, als geile Gigs abzuliefern. Umrahmt von einer passablen Lightshow zockten sie ein rund einstündiges Best-Of-Programm, das alte wie neue Songs berücksichtigte, runter und rissen so ziemlich jeden Banger in der Halle mit. Anders Friden, für mich einer der symphatischsten Frontmänner im Metal-Zirkus, agil wie eh und je, lieferte eine gesanglich einwandfreie Leistung ab. Das Publikum ging voll mit und hob die Show auf ein Energielevel, das für den eigentlichen Headliner nur schwer zu erreichen würde.

Und dann kamen sie... SLAYER.
Musikalisch sind Slayer ja über jeden Zweifel erhaben, mit Christ Illusion haben sie sogar ein bärenstarkes Album abgeliefert, das ihnen nicht viele so zugetraut hätten.
Doch wirklich beeindruckt bin ich von diesem Gig nicht. Der Sound stimmt, die Songs sowieso, auch wenn Tom Araya stimmlich nicht mehr ganz auf der Höhe. Jedoch springt der Funke meines Erachtens nicht richtig über, man wird das Gefühl nicht los, Slayer zocken ihr Programm nur runter und sind nicht mit Leib und Seele dabei. Auch das Publikum geht nicht voll mit, die Atmosphäre erreicht zu keiner Zeit den Stimmungsgrad von In Flames.

Setlist:
Disciple
War Ensemble
Jihad
Eyes Of The Insane
Die By The Sword
Born Of Fire
Mandatory Suicide
Seasons In The Abyss
Hell Awaits
Cult
Dead Skin Mask
Raining Blood
South Of Heaven
Angel Of Death

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Ein hartmetallisches Willkommen!
Ich weiß nicht, ob jemand jemals auf die hochgeniale Idee gekommen ist, das Thema Heavy Metal mit dem Trend der Blogs zu verbinden. Falls nicht, ist es endlich soweit :)

So, was erwartet euch hier? Hier kommt alles rein, was ich so aus dem metallischem Paralleluniversum aufstöber, eigene Erfahrung, CD-Reviews und alles, was so in irgendeiner Weise relevant ist.

Und: Kommentare sind quasi erwünscht!

HAIL AND KILL!

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